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Thermisches Trennen

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s. Abtragen
s. Brennschneiden
s. Laserstrahlschweißen
s. Plasma-Schneiden
s. Schneiden

 

Bild 68. Thermisches Trennen

 

Thermitschweißen

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(Aluminothermisches Schweißen); Schweißverfahren, bei dem die Wärmequelle die Verbrennungswärme des Aluminiums ist (exotherme Reaktion), das in Pulverform -mit Eisenzunder gemischt- die Thermitmasse bildet. Den erforderlichen Sauerstoff liefert das Eisenoxid, das dabei reduziert wird. Der flüssige, hoch überhitzte Stahl füllt die Schweißfuge aus und schmilzt die Kanten auf. Die Tonerdeschlacke setzt sich darüber ab. T. dient hauptsächlich zum Schienen- und Reparaturschweißen.
   

Thermoelement

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Vorrichtung zur Temperaturermittlung durch Vergleich mit einer konstanten Bezugstemperatur und Umwandlung in Thermospannung.
   

Thermomechanische Behandlung

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(Abk.: TM); Eine thermomechanische Behandlung ist ein Warmumformen mit gezielter Temperaturführung, bei dem sich Gefüge und damit Eigenschaften in Stählen ausbilden, die sich über eine getrennte Warmumformung und Wärmebehandlung nicht erzielen lassen. Eine thermomechanische Behandlung ist irreversibel. Thermomechanisch wird Stahl vorwiegend geschmiedet oder gewalzt.
Der zeitliche Ablauf von Temperaturänderung und Umformung wird so gesteuert, dass sich ein bestimmter Werkstoffzustand einstellt. Man unterscheidet Verfahren mit vollständiger und ohne wesentliche Rekristallisation des Austenits. Entsprechend behandelte Teile zeichnen sich durch ein feines Korn und eine hohe Streckgrenze aus.
Eine TM-Behandlung nach der Umwandlung ist das Patentieren von Draht, aber auch Martensit kann vor dem Anlassen thermomechanisch umgeformt werden, was ein Anlassgefüge mit feinstverteilten Karbiden und entsprechend hoher Zähigkeit entstehen lässt.

s. Rekristallisation
s. Thermomechanisches Walzen

   

Thermomechanisches Walzen

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(Abk.: TM-Walzen); Ist eine thermomechanische Behandlung in einem definierten Temperaturbereich durch Walzen. Das dadurch erzielbare Gefüge führt zu bestimmten Eigenschaften, die durch eine Wärmebehandlung alleine nicht erreichbar sind.
Unterschieden wird die TM-Behandlung nach der Temperatur und dem Gefügezustand, bei dem das Walzen stattfindet. Bei normalen TM-Warmwalzvorgängen wird der Austenit in einem Temperaturbereich dicht oberhalb Ac3 verformt (Eisen-Kohlenstoff-Diagramm). Das Austenitformhärten („Ausforming“) findet, stahlspezifisch, ca. 500°C unterhalb der Rekristallisationstemperatur im Austenit statt. Dieses führt nach einer Umwandlung zu extrem feinnadeligem Martensit. Bei der TM-Walzung während der Umformung, bspw. in der Perlitstufe, wird die Festigkeit durch Verfeinern des Mikrogefüges und eventuell durch eine Ausscheidungshärtung  gesteigert.
Durch TM-Walzen unter 800°C werden mikrolegierte Feinkornbaustähle zu einer Umwandlung des nichtrekristallisierten Austenits in ein äußerst feinkörniges Ferrit-Perlit-Gefüge gezwungen. Durch eine nachfolgende beschleunigte Abkühlung kann sogar die Umwandlung in Bainit oder Martensit ermöglicht werden, was zu einer weiteren Festigkeitssteigerung führt.

s. Aus[scheidungs]härtung
s. Austenit
s. Austenitformhärten
s. Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
s. Martensit
s. Mikrolegierter Stahl
s. Thermomechanische Behandlung

   
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Zur Verfügung gestellt von der BDS AG - Bundesverband Deutscher Stahlhandel.